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STATT Führung - auf Goethes Spuren

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Nachrichtenbild Erlebnis STATT Führung“ unter dem Motto " FARBEN­WESEN auf Goethes Spuren"

Erlebnis STATT Führung“ unter dem Motto " FARBEN­WESEN auf Goethes Spuren"

Zu diesem Event fanden sich 43 rotarische Freunde auf dem Schillerplatz in Wetzlar ein, um an derErlebnis STATT Führung „Farben Wesen auf Goethes Spuren“ teil zu nehmen. Mit dabei waren auch Tim, der Enkel unserer Freunde Margrit und Ingo Schultz, Chatarina, die Tochter von Gabriele Glugla und Karl-Günther Cloos sowie die Tochter von Adelheit Wächter, Frau Kerstin Theis.

Pünktlich um 20.30 Uhr begann der Rundgang durch die Wetzlarer Altstadt und die Freunde wurden, nachdem sie die charmanten „Italienerin Faustina“ begrüßte, von ihr und weiteren Farbendamen in die Welt des 18. Jahrhunderts entführt. Amüsant und unterhaltsam wird geschildert, was bisher weitgehend unbekannt ist, Goethes lebenslange Beschäftigung mit den Farben und ihren Wirkungen. Dabei lernen die Zuschauer nicht nur einige Wegbegleiter des großen Dichters kennen, sondern sie werden auch an weitgehend unbekannte Plätze und Höfe der Wetzlarer Altstadt geführt. Am Erk-Platz machten die Freunde und einige andere Besucher das erste Mal Station, um dem Dialog der Serviererin Faustina, die Geliebte des Dichters, und der zur Goethes Zeit lebenden Malerin Angelika Kaufmann zu lauschen. Der Ludwig-Erk-Platz wurde zu diesem Zwecke in eine Taverne im Rom von 1786 verwandelt, in der Goethe unter falschem Namen verkehrte. In diesem Gespräch, das Goethes Italienreise aufgreift und in dem die Künstlerin zu erkennen gibt, dass ihr die Farbenlehre Goethes ein Rätsel ist, erfährt sie von Faustina, dass der große Dichter in ihren Armen in das Blau desHimmels geblickt und seine Erkenntnisse erlangt hatte. Vom Ludwig-Erk-Platz ging es weiter zum Reichskammergericht, in dessen Hof das Weimar des Jahres 1789 gespielt wurde. Die Geliebte Goethes, Christiane Vulpius, diskutiert mit dem auferstandenen Naturforscher Isaac Newton über Goethes Farbenlehre und sie versteht es, den Physiker zu Handreichungen im Haushalt heranzu- ziehen und Goethe zu verteidigen. Nachdem Newton verschwunden ist, taucht Goethes Sekretär Eckermann auf, der uns in das Anwesen von Freund Sarges führt, das er für die Aufführungen zur Verfügung stellt. Hier kommt es zu einem Treffen mit einer weiteren historischen Figur, mit Johanne Schoppenhauer, die zu den emanzipierten Frauen ihrer Zeit gehörte, da Eckermann für die Aufführung einer Bühnenadaption der Farbenlehre ein Prisma braucht.Sie sorgt sich um die Gesundheit von Eckermann, den auch prompt ein Hexenschuss heimsucht, so dass er sein inszeniertes Bühnenstück, das im Lottehof, der letzten Station der Erlebnisreise, aufgeführt wurde, nicht selber miterleben konnte. Beim Finale im Lottehof wird es dann richtig bunt. Herzogin Luise betritt mit fünf jungen Damen die Szenerie, der auch Geheimrat Goethe, ganz in Weiß, beiwohnt und dabei selber zum Zuschauer seiner Farbenlehre wird. Die fünf Damen stellen die Farben Blau, die für das Gefühl von Kälte steht, Gelb, für einen behaglichen Eindruck, Grün, das aus Blau und Gelb entsteht und eine neutrale Farbe ist sowie die edelste der Farben, Purpur, und schließlich Gelbrot, die Farbe der Gefühle dar. Im Gegensatz zu Newton, der die Farben als Bestandteile des weißen Lichtes verstand, versuchte Goethe zu zeigen, dass sich Farben aus einer Wechselwirkung von Licht und Finsternis ergeben.



Nach dieser beeindruckenden Erlebnisreise begaben sich die Freunde in den herrlichen Garten derFamilie Sarges. Begrüßt von Freund Michael und seiner Frau Regine schlossen sich einige schöne Stunden in fröhlicher Runde bei besten Getränken an. Zu später Stunde fand ein wunderschöner Sommerabend seinen würdigen Abschluss.

(Heinz Dorfmüller)

Sonntag, 24. Oktober 2010/web766
Letzte Änderung: 09.11.10/web766


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