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Über 50 Mitglieder der rotarischen
Familie aus Wetzlar besuchten am 1. Oktober den Gail'schen Park in Rodheim. 
Am Spätnachmittag dieses schönen Herbsttages fanden sich über 50 Mitglieder der
rotarischen Familie aus Wetzlar am Gail'schen Parkes in Rodheim (Biebertal)
ein. sie wurden empfangen von den beiden Vorstandsmitglieder des
Freundeskreises Gail'scher Park: Vorsitzender Norbert Kerl und Herr Prof. Dr.
Weimann, die die Gruppe - aufgeteilt in zwei Gruppen - durch den Park führten
und die Besonderheiten dieses Kleinods in Mittelhessen vorstellten.
Der Park wurde von dem Tabak- und Keramikfabrikanten Wilhelm Gail (1845-1925)
in Auftrag gegeben. Die prominenten Fachleute aus Frankfurt, der
Gartenkünstler Heinrich Siesmayer (1817- 1900) und den Gartendirektor Andreas
Weber (1832-1901) gestalteten den Park, der Ende des 19. Jahrhunderts vollendet
wurde.
Die als gründerzeitliches Landhaus gebaute Villa, geplant von dem Frankfurter
Architekten Franz von Hoven (geb. 1842), wurde 1897 fertig gestellt.
Der Park um die Villa steht erst seit dem Jahr 1999 unter Denkmalschutz. Die
Einbauten, das von Baurat Professor Dr. Hugo von Ritgen entworfene Schweizer
Haus, der Uhrenturm aus Gailscher Keramik, die Wasserkünste mit Teich, das zu
Beginn des 20. Jahrhunderts entstandene Spielhaus und zahlreiche weitere
Elemente, stellen ein einzigartiges Gesamtkunstwerk dar.
Als weitere Besonderheit begeistert die Fülle der über 135 Gehölzarten. Auf
kleinsten Raum inszenieren Lebkuchenbaum, Ginkgo und Mammutbaum die einzelnen
Parkbilder.
Dem im Jahre 2000 gegründeten Freundeskreis Gail´scher Park ist es gelungen,
den Park als bedeutendes Gartendenkmal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Gail´sche Park in Biebertal/Rodheim ist ein hervorragendes, einzigartiges
Beispiel eines Englischen Landschaftsparks in Mittelhessen. Prominente
Gartenfachleute bewundern die geniale Raumaufteilung, die geschickte
Modellierung des Geländes bei beschränkter Flächengröße und die einfallsreiche
Wegeführung. |