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Bildillustration

Quartalsbericht von unserer Austauschschülerin in Australien
Nora Trompeter berichtet vom 5. Kontinent

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Nachrichtenbild An den Rotary Club Korbach Bad-Arolsen,

vielen lieben Dank, dass ich durch den Club die Möglichkeit erhalten habe, für ein Jahr nach Australien zu gehen.
Im Moment bin ich bei meiner 3. Gastfamilie und ich bin dort, genau wie in den anderen zwei Familien, richtig glücklich. Alle meine Familien sind bis jetzt auch sehr verschieden, sodass ich jedesmal etwas Neues, Anderes erleben konnte.


Mein Rotaryclub hat mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und ich gehe immer noch jede Woche zu den Meetings. Selbst wenn meine Gastfamilie selbst nicht im Rotary-Club ist, organisieren wir immer etwas, sodass ich zu den Meetings kommen kann. In dem Distrikt an sich sind wir eine relativ kleine Gruppe von 12 Inbounds aus den U.S.A,der Schweiz,Kanada, Schweden,Spanien, Japan, Mexiko, Norwegen, Belgien, Polen und ich bin die einzige Deutsche.

Es ist unheimlich toll ein Inbound zu sein, immer etwas Neues kennenzulernen, immer neue Leute kennenzulernen und immer mehr von dieser neuen Kultur kennenzulernen. Australien ist einfach ein wunderschönes Land mit wunderbaren Menschen und ich bin unwahrscheinlich glücklich hier zu sein. Aber zur gleichen Zeit lerne ich immer mehr, wie toll auch Deutschland ist und es ist fast schon ein bisschen unheimlich, wie stolz ich darauf bin, deutsch zu sein. Vielleicht ist das auch eins der wichtigsten Dinge, die man während des Austauschs lernt, wie stolz man eigentlich auf sein eigenes Land sein kann.

Viele liebe Grüsse,

Nora Trompeter

1.Meine Familie

Seit Anfang Februar bin ich jetzt bei meiner 3. Gastfamilie. Die Familie hat zwei Söhne, 23 und 26, die zusammen in Sydney wohnen und nur ab und zu mal für ein Wochenende nach Hause kommen und so bin ich eigentlich immer mit meinen Gasteltern und den zwei Hunden allein zu Hause, was ich aber auch sehr geniesse. Meine Gastmutter kommt ursprünglich aus Deutschland und hat auch noch Familie dort, aber wir sprechen trotzdem immer Englisch miteinander. Sie hat aber deutsche Filme und Musik,was manchmal schon ganz nützlich ist. Mit meinen beiden Gasteltern verstehe ich mich richtig gut.
Das Haus ist etwas am Rande der Stadt und somit etwas weiter weg von meiner Schulegelegen , aber dafür ist es auch fast direkt an einem grossem Salzwassersee gelegen und so haben wir einen wunderschönen Ausblick von dem Haus und auch eine gute Möglichkeit, um an heissen Tagen ein wenig abzukühlen.

2.Rotary und ich

Meine jetztige Gastfamilie ist zwar nicht im Rotary-Club, aber sie fahren mich trotzdem jede Woche zu den Treffen, sodass ich immer noch jede Woche hin gehen kann.

Letztes Wochenende hatten wir die Distriktkonferenz meines Distrikts, wo wir mit allen Inbounds zusammen eine Praesentation aufführen mussten, um die Rotarier zu unterhalten und den Clubs den Jugendaustausch etwas vorzustellen, damit sich mehr Rotaryclubs enscheiden einen Austauschschüler aufzunehmen, was wir auch mit grossem Erfolg gemacht haben. Es hat zwar etwas gedauert, sich auf eine Idee zu einigen, aber am Ende hatten wir dafür eine richtig gute Performance und der Distrikt war stolz auf das Ergebnis.

3.Meine Schule

In der Schule fängt für alle anderen jetzt der grosse Abschlussstress an, da ich hier jetzt im 12., und somit auch im letzten, Jahrgang bin. Meine Freunde sind also immer schön am lernen und entsprechend eifersüchtig auf mich, ich die Schularbeiten hier nicht machen muss. Man merkt den Lehrern aber schon an, dass es langsam ernst wird und der Unterricht ist desöfteren auch etwas strenger als normal ist. Besonders in der letzten Woche war das der Fall, da die ersten Examen, die für das sogenannte HSC (Higher School Certificate) zählen, geschrieben wurden. Trotz alldem gehe ich aber immernoch sehr gerne zur Schule, da es für mich eine gute Gelegenheit ist meine Freunde zu sehen und neue Leute kennen zu lernen. Ausserdem freuen die anderen sich auch mal über jemandem, der nicht mit ihnen über die kommenden Examen reden möchte.

4.Freizeit

In meiner Freizeit unternehme ich meistens etwas mit meinen Freunden nach der Schule, aber da die Schule hier immer bis Nachmittags geht, ist das manchmal etwas schwierig. Zum Glück haben die meisten meiner Freunde jetzt ihren Führerschein, und so ist es einfacher für meine Familie, da sie mich nicht überall hinfahren müssen und ich so leichter etwas mit meinen Freunden unternehmen kann.

Im Moment wohnt auch ein Inbound aus der Schweiz im gleichen Vorort wie ich und so kommt sie manchmal nach der Schule vorbei oder ich gehe zu ihr.

An den Wochenenden bin ich eigentlich immer beschäftigt mit Rotarywochenenden, Ausflügen mit meiner Familie oder meinen Freunden. Wir nehmen auch desöfteren mal den Zug nach Sydney, um uns dort etwas umzusehen, oder um einfach nur etwas shoppen zu gehen, da es mit dem Zug nur 3 Stunden sind, was für australische Verhaeltnisse gar nichts ist.

5.Besondere Erlebnisse

Es ist schwer zu sagen, was die wirklich besonderen Erlebnisse hier sind, da eigentlich alles, das ich hier in diesem wunderschönen Land erlebe in irgendeiner Weise besonders und einzigartig ist.

Aber eins der wirklich besonderen Erlebnisse war in den Sommerferien nur kurz nach Weihnachten. Es war eine regnerische Woche, ziemlich ungewöhnlich für australische Verhältnisse, aber meine Gastmutter wollte umbedingt etwas unternehmen. Und so sind wir alle zusammen mit der ganzen Familie trotz des schlechten Wetters zu dem nahe gelegenem Strand gegangen. Es war auch dem Wetter entsprechend leer und ausser uns waren nur die Schwimmmeister dort. Nach einer Weile haben wir dann Delfine weiter draussen entdeckt. Und als wenn das nicht schon besonders genug wäre, haben mich die Schwimmmeister, als sie rausgefunden haben, dass ich aus Deutschland komme, mit auf ihr Rettungsboot genommen und sind mit mir raus zu den Delfinen gefahren! Wir waren richtig nah bei den Delfinen und konnten sie beobachten, während sie neben dem Boot hergeschwommen sind. Ein wirklich besonderes Erlebnis!

6.Sprache

Mit der Sprache gibt es jetzt ueberhaupt keine Probleme mehr. Mittlerweile habe ich sogar den Eindruck, dass mein Englisch viel besser ist als mein Deutsch, da ich es viel öfters verwende und es auch viel einfacher für mich ist. Selbst mit meiner Gastmutter, mit der ich deutsch sprechen könnte, wenn ich wollte, spreche ich lieber Englisch, da es sonst auch zu verwirrend wäre.

7.Probleme

Probleme gibt es immer noch keine. Mit jedem Tag, den ich hier verbringe, wird es nur besser und besser. Ich möchte schon gar nicht mehr zurück!

8.Unterschiede zu Deutschland

Besonders die Weihnachtszeit und die Zeit im Januar, wenn wir zu Hause eigentlich Schnee hätten, fand ich es hier ziemlich anders.

Weihnachten im Sommer zu feiern und zum Strand zu gehen ist schon etwas anders, aber auch ein richtig schönes Erlebnis. Ich habe es auf jeden Fall sehr genossen!

Im Januar war es dann aber schon etwas komisch ohne den Schnee und dafür mit perfektem Strandwetter. Besonders wenn man von den anderen Outbounds aus Australien hört, die gerade erst mit ihren Austausch angefangen haben und meistens in kälteren Laendern sind und Schnee meistens für das erste Mal erleben, vermisst man den Schnee und alles was dazu gehört schon etwas.Aber man kommt darüber auch schnell hinweg, wenn man sich dafür am Strand sonnen kann!

Montag, 12. April 2010/web745
Letzte Änderung: 12.04.10/web745


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