|
Über Eisenach, Wilhelmsthal, Barchfeld, Breitungen erreichten wir unser Etappenziel Schmalkalden, wo uns Freund Wegner durch die wohlerhaltene, gut restaurierte Altstadt (Schauplatz hessischer - vom 14. Jh, bis Ende 2.Weltkrieg war Stadt und Herrschaft Schmalkalden hessisch - und deutscher Geschichte (Reformation, Predigten Luthers, Schmalkaldische Artikel und Bundestage) mit der St. Georgskirche und dem Hessenhof (älteste profane Wandgemälde des Mittelalters in Deutschland) führte.Zum Mittagessen im „Pfalzkeller“ gesellten sich zwei Vertreter unseres Tochterclubs hinzu.
Es folgte eine Besichtigung der Wilhelmsburg, eines der schönsten und besterhaltenen Renaissance-Schlösser in Deutschland, erbaut von Landgraf Wilhelm dem Weisen von Hessen nach dem Vorbild des verlorenen Landgrafenschlosses in Kassel, geführt von unserem rotarischen Freund Museumsdirektor Dr. Kai Lehmann. Angesichts der zahlreichen interessanten Museumsobjekte und insbesondere des wunderbaren Schlosses machten wir uns ein wenig verspätet auf die Weiterfahrt über Springstille, Steinbach-Hallenberg, Oberschönau durch den schönsten Teil des Thüringer Waldes nach Oberhof, das uns als Schlafstelle diente.
Mit großer Spannung ging es dann nach Meiningen zur Aufführung von J. W. v. Goethe, Faust II (das Faust-Projekt in Meiningen wurde von Bundespräsident Köhler mit dem Preis „Ausgewählter Ort 2007“ ausgezeichnet). Die Aufführung war atemberaubend. Einmal mehr zeigte sich das Meininger Theater von seiner glanzvollen Seite.
Den Sonntag begannen wir mit einem Spaziergang durch die historische Altstadt mit ihrem typischen Residenzstadtcharakter (Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Meiningen bis 1918, Bezüge zu den großen Dynastien Europas, Adelaide in Australien benannt nach der Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen als Königin von England…) zum Schloss Elisabethenburg mit dem Theatermuseum (die „Meininger“, stilbildend für die europäische Theatergeschichte im 19. Jh.). In einer theatralischen Ansprache vernahmen wir dort die Geschichte des Meininger Theaters und durften die historische Theaterkulisse von Shakespares Sommernachtstraum bewundern.
Nach dem Mittagessen im „Sächsischer Hof“ zog der größere Teil unserer Gruppe eine Besichtigung der Goetz-Höhle, einzigartiges Naturwunder (größte begehbare Kluft- und Spaltenhöhe Europas) vor, einige wenige spazierten zum Baumbachhaus mit dem Literaturmuseum.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einen ausgiebigen Stop im Schloss Landsberg, einem romantischen Burgschloss nach dem Vorbild der Löwenburg in Wilhelmshöhe, Sommerresidenz der Meininger Herzöge, um uns bei Kaffee und Kuchen für die Rückfahrt zu stärken.
Auf der Rückfahrt wich die Heiterkeit in unserer Gruppe allmählich einer wohligen Erschöpfung: Wir alle wussten, dass das Wochenende nicht anregender hätte sein können. Einen großen Dank unserem Präsidenten Kleinschmidt und unserem stetigen Erklärer historischer Hintergründe, dem unersetzlichen Clubfreund Karl-Hermann Wegner.
Mehr Bilder |