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regionales Projekt seit 2004
Gründung der Fuldaer Tafel e.V.

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Nachrichtenbild Die „Fuldaer Tafel” verteilt gute, übrig gebliebene Lebensmittel
„Die Brücke zwischen Überfluss und Armut”, wie wir unser Projekt nennen, ist im Centennial von Rotary in der Region Fulda/Osthessen das größte soziale Vorhaben des letzten Jahrzehnts. Das gab es noch nie in dieser Form, dass alle Serviceclubs ein so intensives Projekt gemeinsam realisieren; nicht zuletzt tun sie dies, um die dafür dringend notwendige Nachhaltigkeit zu sichern. Die Aktion soll schließlich kein Strohfeuer sein.
Gemeinsam haben wir uns vorgenommen, die Idee der Lebensmittelaktion „Verteilen statt wegwerfen!” nach dem Vorbild der Tafel Deutschland e.V. in Fulda zu installieren und umzusetzen. Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Das wird nirgends deutlicher als im Lebensmittelbereich. Tag für Tag werden große Mengen überschüssiger Nahrungsmittel vernichtet, weil sie sich nicht (mehr) verkaufen lassen. Eine große Verschwendung! Gleichzeitig leben mitten unter uns Menschen, die Not leiden und sich nicht immer ihr „tägliches Brot” leisten können.

Die geniale Idee der „Tafel” besteht darin, hier einen Ausgleich zu schaffen: Qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr zu verwenden sind, werden an Menschen in Not verteilt. Statt wertvolle Lebensmittel kurzerhand zu entsorgen, wird damit symbolisch eine Tafel „gedeckt”. Das geschieht in einem extra dafür gemieteten und eingerichteten Ladengeschäft.

Umfangreiche Sponsorenansprache erlaubt uns, die Struktur für eine vernünftige Abwicklung aufzubauen. So wurden 3 Transportfahrzeuge (Mercedes Sprinter + VW-Transporter) angeschafft, mit denen die Lebensmittel bei den Spendern turnusmäßig abgeholt werden. Ein eigens errichteter Kühlraum sichert eine ununterbrochene Kühlkette für die Frischprodukte.

Über 90 ehrenamtlich tätige Personen übernehmen regelmäßig den Transport, die Aufbereitung, die Lagerung, die Ausgabe und die notwendige Administration der „Fuldaer Tafel”. Dabei werden an drei Wochentagen (dienstags, donnerstags und freitags) zur Zeit jeweils 160 – 170 bedürftige Personen bedient, das sind ca. 500 „Kunden”, die jede Woche einmal kommen. Ein Berechtigungsausweis mit Bild und dem Hinweis, ob es sich um eine Einzelperson oder um eine Großfamilie handelt, versetzt den Mitarbeiter in die Lage, die Lebensmittel, das sind Gemüse, Obst, Molkereiprodukte, Brot, Fleisch undWurstwaren, „gerecht” auszugeben. Bei einem durchschnittlichen Gegenwert von 25 bis 30 Euro pro Einkaufsbesuch werden derzeit pro Jahr Waren für ca. 700.000 Euro verteilt. Der Kunde zahlt 2 Euro pro Einkauf, womit die laufenden Kosten gedeckt werden. Die „Fuldaer Tafel”, von den Serviceclubs gegründet und mit einer Anfangsfinanzierung ausgestattet, wird als Verein weitergeführt, bei dem die einzelnen Bürger, Rotarier, Lions als Mitglieder 2 Euro Beitrag im Monat bezahlen. Mitgliederstand im April 2005: 255 Personen. Schon ab 300 Mitgliedern ist die Langfristigkeit gewährleistet. Der Vorstand setzt sich aus Rotariern und Lions zusammen. Jetzt – nach 6 Monaten Laufzeit des Projekts – hat sich bestätigt, dass die Zeit dafür reif war; erste Erfolge zeichnen sich ab.

Fazit:
Der Kundenkreis setzt sich aus bedürftigen Bürgern unterschiedlichster Herkunftsländer zusammen. Somit sind unter dem Aspekt der humanitären Hilfe und der Völkerverständigung die Ziele Rotarys in der Region Osthessen auf ideale Weise verwirklicht.

  
  
  
  
Mittwoch, 22. Juni 2011/web734
Letzte Änderung: 14.10.11/web734


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