MdEP
Hartmut Nassauer informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit
„Europa quo vadis – Verfassung und Grenzen der EU“ über die Strukturen
der Arbeit im Europaparlament und rief dazu auf, die Erfolgsstory EU in
Zukunft mit weniger Bürokratismus und bleibender nationaler Identität
weiter auszubauen. Die vielen neuen und von Herrn Nassauer klar
erläuterten Aspekte regten zu einer lebhaften Gesprächsrunde an. In
abendlicher Runde wurde motiviert weiterdiskutiert.

In
Workshops wurden Fragestellungen zu den Einzelthemen erarbeitet. MdB
Bernd Siebert als Mitglied im Verteidigungsausschuss konnte kompetente
Aussagen zu den derzeitigen verteidigungspolitischen und auch zukünftig
zu erwartenden Aufgaben von NATO, aber auch der übrigen europäischen
Mitgliedsstaaten machen.

Prof.
Dr. Ludwig Georg Braun verteidigte den Industriestandort Europa und
zeigte auf, dass der asiatische Raum nicht bedrohlich sein muss,
sondern auch Chancen für Märkte und Innovation bedeutet. Seine Appelle
an die jungen Menschen, Sprachen zu lernen, im Ausland Erfahrungen zu
sammeln, lebenslang zu lernen wurden kompetent und pragmatisch
begründet, so dass sie nicht als bloße Tipps zu verstehen waren.

Ingo
Lange erläuterte in einer eindrucksvollen Präsentation den Erfolg des
EURO als zweitwichtigste Währung weltweit und als Garant für Stabilität
der Wirtschaft in den EU-Mitgliedsstaaten. Den überwiegenden
Nichtfachleuten unter den Zuhörern wurde die Welt der Wirtschafts- und
Geldpolitik in diesem Vortrag klar und komprimiert dargestellt.

Europas christliche Wurzeln als Erbe und Auftrag stellte Pater Dr.
Thomas Klosterkamp historisch und gegenwärtig dar und führte aus, wie
wichtig die religiösen Werte auch in Zukunft sein werden. Anerkennung
bei den Zuhörern fand vor allem auch die wertneutrale Darstellung des
Referenten und Offenheit gegenüber anderen als den christlichen
Religionen.

Aus
seinem reichen politischen Erfahrungsschatz konnte Bernhard Jagoda die
Facetten des Arbeitsmarktes in Europa und der Welt mit seinen Risiken,
aber auch Chancen aufzeigen. Referent und Teilnehmer tauschten
fachkompetent Fragen und Antworten aus.

Die
Sprache als nationale Identität, von Frau Prof. Dr. Begenat-Neuschäfer
strukturiert erschlossen und auf die heutige Zeit und die Zukunft
übertragen, rundeten das Seminar ab. Ob englisch, französisch oder
vielleicht spanisch eines Tages Amtssprache wird, eines wurde den
Zuhörern klar, auch Sprachen verändern sich.
Den
vielen Freunden des RC Schwalmstadt, die die Workshops und die
Gesprächsrunden moderierten, dankte AP Manfred Nahler, der
verantwortlich zeichnete für die Organisation und Leitung des
RYLA-Seminars. Er zeigte sich abschließend mit dem Ergebnis sehr
zufrieden, dass die Teilnehmer viele neue Erkenntnisse für ihre
persönliche und berufliche Zukunft mitnehmen konnten. Die angeregten
Gespräche und die Harmonie in der Gruppe trugen sehr zum Gelingen bei.
Manfred Nahler
RC Schwalmstadt