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Governor Bernhard Maisch - ROTARY Club Marburg

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Mit Beginn des neuen rotarischen Jahres haben Sie das Amt des Distrikt Governor übernommen. Für unseren Distrikt, der nahezu flächendeckend mit dem Bundesland Hessen ist. Dafür zunächst sehr herzlichen Dank. Denn diese Aufgabe ist vom Zeitpensum vergleichbar mit einem Beruf, auch wenn er Berufung ist.

Wie kam es dazu?

BM: Während meiner Zeit als Präsident des Rotary Club Marburg hatte ich Gelegenheit, mich über die Clubebene hinaus auch mit zentralen interessanten Themen im Distrikt und von Rotary International zu befassen. Beispielsweise war die Ausrottung der Kinderlähmung damals wie heute ein übergreifendes Thema, das die Rotarier mit Verve weltweit vorantrieben. Die von Rotary vor 25 Jahren ins Leben gerufene Kampagne „EndPolioNow“ ist ein wesentliches Marken-zeichen für das Wirken der Rotarierinnen und Rotarier. Hier im Distrikt 1820 hat „gesundekids“, unser Kampf gegen Fehlernährung und mangelnde Bewegung bei Kindern, einen ähnlichen Ruf erlangt. Und ich lernte die Vielfalt rotarischen Helfens kennen. So war seinerzeit die Frage an mich, ob ich mir diese Aufgabe nach meiner Emeritierung als Lehrstuhlinhaber für Innere Medizin-Kardiologie und Klinikdirektor vorstellen könnte, eigentlich keine Frage, sondern selbstverständlich. Denn ich sah die Möglichkeit, die bisher erlebten Facetten rotarischen Wirkens aus anderer Perspektive voranzubringen – letztendlich für die Hilfsprojekte und Menschen, um die sich unser Engagement dreht.

Das Governoramt ist - wie die meisten Ämter bei Rotary - „rotierend“ angelegt, d.h. für ein Jahr. Allerdings bereiten Sie sich im engen Schulterschluss mit Ihren Vorgängern und Nachfolgern – einer Stafette gleich - schon länger auf diese Aufgabe vor. Hat sich seit dem Entschluss, das Governoramt zu übernehmen bis heute etwas in Ihrer Wahrnehmung von Rotary und der Aufgabe geändert?

BM: Seit 1993 bin ich Mitglied des RC Marburg. Bis 2012 war meine Wahrnehmung von Rotary auf den Marburger Club und unser Clubleben fokussiert. Mit Beginn des Engagements auf Distriktebene, zunächst als District Governor nominee (DGN), dann als Distrikt Governor elect (DGE) hat sich mein Blick auf Rotary doch ungemein erweitert: Der Distrikt 1820 im Verbund der deutschsprachigen Distrikte und später Rotary International waren plötzlich begreifbar geworden. Mit dem „Governor Elect Trainings Seminar“ in Berlin 2014 und der International Convention  aller gewählten Governor in San Diego im Januar 2015 vervollständigte sich für mich das Profil einer weltweit tätigen Service Organisation. Sie hat ihre Basis im eigenen Club. Der Distrikt versteht sich als Transmissionsriemen zwischen dem Club und Rotary International. Und diese neue rotarische Welt zu erleben empfinde ich als besonders wohltuend, weil diese neue Erfahrung in die rotarische Freundschaft auf allen Ebenen eingebettet ist. Ich kann das nur jedem empfehlen.

Sie haben in Eschwege von Ihrem Vorgänger symbolisch das Staffelholz übernommen. Und man hatte den Eindruck, dass Sie zugleich einen gut bestellten Distrikt übernehmen. Was ist zu tun? Was haben Sie vor?

BM: Der Distrikt ist gut bestellt. Das zeigt mir auch der Blick zurück auf die Amtszeiten von Jörg Goll, Christof Hottenrott und Peter Röder von Diersburg. Sie sind in meiner Erinnerung besonders intensiv. Aber ein Ausruhen auf den Verdiensten der Vorgänger soll es nicht geben. Stillstand ist Rückschritt.

Dynamische Staffelholzübergabe in Eschwege: Peter Röder von Diersburg (PDG) – Bernhard Maisch (DG) – Michael von Zitzewitz (DGE) – und schnell ins Bild hinein unser DGN Dietmar Kegler

In jedem neuen rotarischen Jahr gilt es, mit Begeisterung die einmalige Chance zu ergreifen, Profil zu zeigen und Rotary ein Gesicht zu geben. D.h. auch sich alten Herausforderungen mit neuem Schwung zu stellen. Dazu gehört neben der Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes von Rotary und der Wahrnehmung von uns in der Öffentlichkeit die verstärkte Kommunikation zwischen dem Distrikt und den Clubs, die wir bereits bei meinen ersten Zusammenkünften zu Beginn des Jahres unmittelbar begonnen haben. Verschiedenes ist vorgesehen, zusammen mit dem neuen Kommuni-kationsteam, sei es beispielsweise die Verbesserung des Webauftrittes oder ein Newsletter, der zusammen mit dem Governorbrief erscheint. Oder verbesserte Informationen. Wir wollen bei den Mitgliedern noch mehr Interesse für die vielfältigen Themen wecken und nach und nach auch einen Mehrwert der Internetseite erarbeiten.

Gibt es weitere Akzente / Schwerpunkte, die Sie in Ihrer Amtszeit setzen möchten?

BM: Besondere Akzente möchte ich mit meinem Schwerpunkt „MM - Der Mensch im Mittelpunkt“ setzen. MM zielt zunächst auf den jungen Menschen, konkret den Jugendaustausch, die Gründung neuer Interact Clubs und die Intensivierung der Beziehungen zu Rotaract. Zu MM gehört auch der behinderte Mensch, der nicht selten immer noch am Rand unserer Gesellschaft steht. Hier schlagen wir mit der Übernahme des Gesundheitsprogramms bei Special Olympics Hessen in Marburg ein besonderes Kapitel auf. Bei den ersten Hessenspielen für Menschen mit geistiger Behinderung werden wir weltweit erstmals den Athletinnen und Athleten einen freiwilligen Herz-Check mit klinischer Untersuchung, EKG-Registrierung, ggf. Herzultraschalluntersuchung anbieten. Zusammen mit Special Smiles, dem bewährten Programm zur Zahngesundheit unter Leitung meines rotarischen Freundes Herbert Köller wird das gesamte präventive Gesundheitsprogramm von Rotarierinnen und Rotariern getragen. Special Olympics Hessen vom 7.7. bis 9.7.2015 stellt den ersten Schwerpunkt unmittelbar zu Beginn meines rotarischen Jahres als Governor dar. Man muss die ungewöhnliche Emotionalität der Sportlerinnen und Athleten hautnah erleben, um das zu verstehen. Deshalb empfehle ich, vorbeizuschauen.

Weitere Schwerpunkte werden sein: Die Förderung von Stipendien für Hochbegabte. Und gesundekids liegt mir als Kardiologe sprichwörtlich am Herzen. Denn gerade für die junge Generation gilt der Präven-tionsgedanke „Bereits heute an später denken.“

Also MM - Der Mensch im Mittelpunkt“ Näher kann man am Motto des Rotary Weltpräsidenten 2015/16 Ravi Ravindran „Be a gift to the world“  kaum sein.

Gibt es Herausforderungen, vor denen Sie als Governor stehen? Welche sind das?

BM: Zu den Herausforderungen jeden Clubs und damit auch des Governors gehört eine kontinuierliche Mitgliederentwicklung. Jedes Jahr ein neues Mitglied in jedem unserer Clubs wäre eine Hausnummer. Dabei geht es auch darum, sich um die Aufnahme jüngerer weiblicher und männlicher Kandidaten zu bemühen, deren berufliche Perspektive sehr gut, aber deren Potenzial noch nicht voll entwickelt ist.

Wir sollten das Miteinander im Club als Anregung und Aufforderung verstehen, mitzumachen: Gemeinsame Hands-on Aktivitäten z.B. für EndPolioNow, für gesundekids an den Schulen, für die Berufs-information über den hessenweiten Berufs-Informationstag (10.11.) hinaus oder für Sozialaktionen im lokalen oder regionalen Umfeld. - Ein weiteres Entwicklungspotenzial besitzen neue Formate wie unsere „E-Clubs“ für Freundinnen und Freunde, die viel unterwegs sind oder für Ältere, die bei eingeschränkter Mobilität Clubmeetings am ehesten von zuhause am Bildschirm oder Internet verfolgen können. Ein Distrikt übergreifender E-Club für die Rhein-Main-Region wurde von unserem Nachbardistrikt 1950 bereits initiiert. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein E-Club auch in Mittel- und Nordhessen eine attraktive Ergänzung darstellt. - Weitere Interact Clubs für 14-18 jährige Schüler sind darüber hinaus eine lohnende Aufgabe. Sie stellen eine ideale Plattform für den Jugendaustausch dar. Interact verbindet Internationalität mit Action. – So zeigt uns der Blick über den vielzitierten Tellerrand des eigenen Clubs vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Wir haben enorme Potentiale, lasst sie uns besser nutzen.

Was sind für Sie die wesentlichen Aspekte, Rotarier zu sein?

BM: Während eines Jugendaustausches mit dem American Field Service in eine Filipinofamilie in den Jahren 1964/65 habe ich selbst erlebt, wie prägend diese Erfahrung für das spätere Leben sein kann. Jugendaustausch ist auch ein Beitrag zum Frieden stiftenden Engagement von Rotary. Unsere „Vier -Fragen-Probe“ sehe ich für mich als Kant’schen Imperativ für den Alltag. Die Antwort auf die Vier-Fragen-Probe findet sich in unseren rotarischen Grundwerten:

Dienst: = machen | Freundschaft: = mitmachen | Integrität: = anständig machen | Verantwortung übernehmen: = vormachen.

Was würden Sie einem Interessenten sagen, warum er zu Rotary kommen sollte?

BM: Es sind unsere Grundwerte, für die es lohnt, Rotary in Freundschaft zu erleben und zu leben.

Wir danken für das Gespräch. Sie gehen in Kürze auf Reise, um alle Clubs des Distriktes nach und nach zu besuchen. Wir wünschen Ihnen eine interessante Zeit als Distriktgovernor mit beiderseitig inspirierenden Begegnungen, aus denen heraus die Motivation und Freundschaft gestärkt wird.


(Die Fragen stellte das Distriktteam Kommunikation)




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