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Hubertusmesse auf der Königsteiner Burg
Rotarier ehren Schutzpatron der Jäger

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Nachrichtenbild Königstein (rw) – Mit der Königsteiner Burg hatte der Rotary Club Bad Soden-Königstein vergangenen Sonntag den optimalen Schauplatz für seine erste Hubertus-Messe gewählt.
Der Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, wurde von Jesuitenpater Prof. Friedhelm Mennekes auf dem großen Platz vor der Burg gehalten. Die rund 300 Besucher hatten dort einen wunderschönen Blick auf die waldigen Taunus-Hügel. Zwei imposante Hirschgeweihe sowie zwei lebende Steinadler und ein Uhu vom Falkenhof Großer Feldberg vervollständigten die beeindruckende Kulisse. Bei der Hubertus-Messe ist es Tradition, die Kirche mit Jagdutensilien zu schmücken. Etwas von der Tradition abgerückt sind die Rotarier beim Datum für ihre Veranstaltung. Normalerweise wird die Hubertus-Messe, die ihre Ursprünge in Frankreich und Belgien hat, am 3. November – dem Hubertus-Tag – gehalten. „Wir wollten für unsere Feier gerne ein besonders schönes Ambiente im Freien“, erklärte Helmut Hillgers, Präsident des Rotary Clubs Bad Soden-Königstein, bei seiner Begrüßungsrede. „Deshalb haben wir den Termin für die Messe zwei Monate nach vorne verschoben.“ Und die Rotarier hatten Glück: Der heilige Petrus bescherte einen warmen Spätsommertag mit wolkenlosem Himmel.

In der eineinhalbstündigen Messe bezog sich Pater Mennekes auf die so genannte „Legenda Aurea“. Sie erzählt die Geschichte vom Heiligen Hubertus, der – wie historisch belegt ist – Ende des 7. Jahrhunderts im heutigen Belgien gelebt haben soll. Als junger Jäger hatte Hubertus im Wald eine seltsame Begegnung mit einem riesigen Hirsch. Er erlegte ihn

nicht, da er – so die Legende – in ihm plötzlich die Stimme und Zeichen Gottes erkannte. Durch dieses Erlebnis änderte er sein Leben grundlegend. Aus dem jungen Jäger wurde später ein Geistlicher und Bischof, der die Menschen lehrte, dass Gott in der Natur und den Menschen allgegenwärtig ist. „An sich“, betonte Pater Mennekes, „ist die Jagd nichts Frevelhaftes. Hubertus lehrt uns, mit der Natur in Einklang zu leben und sie im Gleichgewicht zu halten.“

Die Heiligsprechung von Hubertus erfolgte kurz nach seinem Tod im Jahr 727. Er wurde zum Schutzpatron der Jäger und seit dem Mittelalter zelebrieren die Menschen die Hubertus-Messe zu seinen Ehren. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgte am Sonntag der Jagdbläsercorps Limburg unter der Leitung von Helmut Will. Mit Liedern

einer französischen Hubertusmesse aus dem 19. Jahrhundert unterstrichen die Waldhörner das feierliche Ambiente.

Im Anschluss an die Messe verweilten noch viele der Besucher auf dem Burgplatz, wo die Rotarier Getränke und Kuchen anboten. Die 66 Mitglieder des Rotary Clubs Bad Soden-Königstein freuten sich über die großzügigen Spenden, die am Sonntag eingenommen wurden. Sie sind für ein soziales Projekt im Raum Königstein vorgesehen. „Bei unseren nächsten wöchentlichen Treffen im Sonnenhof werden wir besprechen, für welchen sozialen Zweck das Geld konkret verwendet

wird“, erklärte Dirk Mälzer, Organisator der Hubertus-Messe. Neben der Unterstützung lokaler und regionaler Initiativen und Einrichtungen engagiert sich der 1967 gegründete Rotary Club Bad Soden-Königstein auch für nationale und internationale Projekte. So hat sich die rotarische Gemeinschaft mit weltweit rund 1,2 Millionen Mitglieder beispielsweise die globale Ausrottung der Kinderlähmung (Polio) auf ihre Fahnen geschrieben.
Mittwoch, 13. Januar 2010/admin
Letzte Änderung: 13.01.10/admin


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